Ferienprogramm im OK-KL

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Mitten im Raum steht ein Tisch, zwei Mädchen, etwa zwölf Jahre alt, mixen fleißig an einem Sommercocktail, erklären jeden Schritt ihrer Arbeit und blicken immer wieder in die Kamera. Die beiden nehmen am Projekt „Ich beim Fernsehen? – Na klar, wir produzieren ein Jugendmagazin“ teil, das in der Woche vom 14.07 – 18.07 im Rahmen des Sommerferienprogramms der Stadt lief. Großes Thema war dabei „Sommer“. Dazu sammelten zehn Mädchen und ein Junge Ideen, planten Beiträge und lernten, wie nach und nach Beiträge für das Fernsehen, in diesem Fall für den Offenen Kanal Kaiserslautern, entstehen.
Am Freitag, den 18. Juli um 17.05 Uhr wurde die Live-Sendung im Offenen Kanal übertragen. Als Abschluss moderierten die Teilnehmer ihre Sendung selbst und spielten die während der Projektwoche hergestellten Beiträge ein. Im Prinzip ist so eine Art Nachrichten- und Themenmagazin entstanden, wie es auch bei professionellen Fernsehsendern täglich angesehen werden kann. Die Idee zu diesem Projekt wurde im Medien Kompetenz Netzwerk (MKN) entwickelt, das Ralf-Dieter Heydolph koordiniert. „Großes Ziel des MKN ist es, alles was mit Medien in Kaiserslautern und im Westrich läuft, zu koordinieren und unter einem Dach zu vereinen. Dabei geht es immer um Medienbildung für Kinder und Erwachsene bis hinein ins Seniorenalter“, erklärt Heydolph. Kinder beispielsweise wissen meist über die Technik optimal Bescheid, kennen aber die rechtlichen Konsequenzen nicht. Erwachsene haben hingegen Wissenslücken bei der technischen Anwendung, können oft nicht erkennen, was ihre Kinder tun. Beide Gruppen sollen mit Hilfe von MKN lernen, verantwortungsvoll mit Medien umzugehen beziehungsweise die Technik richtig zu handhaben.
Mit dabei beim Projekt „Ich beim Fernsehen“ sind Lisa (13) und Hanna (11) Tretter aus Mehlingen, die gleich noch ihre Nachbarin Lisa Daunderer(12) mitgenommen haben. „Unsere Mutter hat das im Prospekt des Sommerferienprogramms gelesen und mit Lisas Mutter drüber geredet, dann wurden wir angemeldet“, erzählt Lisa Tretter. Am Anfang bekamen die Mädchen eine Einführung in die Kameratechnik, es wurde ihnen von Roland Stichler und Christian Lellbach erklärt, auf was sie beim Drehen achten müssen, welche Kameraeinstellungen sie nutzen sollten, was besser vermieden wird. „Die Kopffreiheit sollte nicht so groß, aber auch nicht zu klein sein, beim Interview sollte der Interviewte nicht direkt in die Kamera sprechen. Die Hand des Redakteurs, der die Fragen stellt, soll nicht zu sehen sein, allenfalls das Mikrofon“, listen die Mädchen auf, was sie gelernt haben. Die Schwestern Lisa und Hanna haben die Interviews geführt, ihre Freundin Lisa die Kamera bedient.
Am Mittwochnachmittag zeigten die beiden jungen Projektleiter (beide im Freiwilligen Sozialen Jahr im Offenen Kanal und beim MKN tätig) den Mädchen dann, wie Beiträge am Schneidepult nachbearbeitet werden. Über Minigolf, eine Wasserschlacht und übers Kino berichteten die drei Mädchen in der Sendung „Lautrer Sommer“. Daneben haben sie eine Umfrage in der Stadt aufgenommen und Eiscafés getestet.